Von wegen, Herr „Dr.“ Kohl…. die Wiedervereinigung mal anders…

Über die Widersprüche zur Wiedervereinigung Deutschlands zwischen Helmut Kohl (Bundeskanzler a.D.) und dem ehemaligen russischen Premier Michael Gorbatschow wurde schon einmal in diesem Block geschrieben, dann nicht weiter verfolgt. Bei der neuerlichen Recherche jetzt zeigte sich erneut die Vergesslichkeit des Internet. Fast alle relevanten Hinweise waren verschwunden. Fast aber nur, tut mir leid, Herr Dr. Kohl.

Dank der Magisterarbeit der CDU Politikerin Constanze Paffrath und dem Deutschlandfunk darf erneut wieder nachgewiesen werden, dass das deutsche Volk auch diesbezüglich kräftig belogen wurde und nicht nur hinblicklich des Griffs in die Rentenkassen.

Politisch umstritten ist bis heute eine milliardenschwere Entscheidung der Bundesregierung: Die sowjetische Regierung, so Kanzler Kohl seinerzeit, habe der Wiedervereinigung und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag nur unter einer Bedingung zugestimmt: dass die Bodenreform in der sowjetisch besetzten Zone zwischen 1945 und 1949 nicht rückgängig gemacht werde. Folglich mussten nach dem Fall der Mauer auch keine Entschädigungen an die früheren Besitzer oder ihre Erben gezahlt werden. Das jedenfalls behauptet der frühere Bundeskanzler bis heute.

Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt die Mühlheimer Politologin und CDU-Stadträtin Constanze Paffrath, die in akribischer Kleinarbeit zum Zweck der Erlangung ihres Doktortitels eine Magisterarbeit schrieb, die das auffällige Missverhältnis zwischen Kohl und Gorbatschow aufzeigt:

„Ich glaube, dass es keine Bedingung zur Wiedervereinigung gegeben hat, die da besagt hat: ‚Wenn ihr das Eigentum an die Eigentümer zurückgebt, dann werden wir, also die Sowjetunion, der Wiedervereinigung nicht zustimmen!‘ Kohl hat ja, oder die Bundesregierung Kohl, und maßgebliche Vertreter haben ja über lange Jahre behauptet, dass dies zentrale Bedingung zur Wiedervereinigung gewesen ist. Und meine Forschungen lassen das nicht erkennen. Und insofern sagt da Helmut Kohl über lange Jahre die Unwahrheit.“

Die Regierung Kohl hatte das Rückgabeverbot schon vor den offiziellen Zwei-plus-Vier-Verhandlungen geplant, also vor den Verhandlungen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs und der DDR. Zu keiner Zeit wurde ernsthaft daran gedacht, den verfassungsmäßigen Auftrag der Entschädigung oder Rückgabe zu erfüllen. Die Regierung Kohl habe mit ihrer vorgetäuschten Zwangslage eigene Ziele verfolgt, so Constanze Paffrath:

„Ich glaube, dass es ein Plan gewesen ist, der schon relativ früh in den Köpfen einiger weniger innerhalb der Bundesregierung Kohl entstanden ist, dieses Vermögen, was man auf 600 Milliarden damals noch D-Mark geschätzt hat, erst einmal in die Hand des Staates zu bringen, es zu belassen. Und nur so konnte Kohl behaupten, dass die Einheit den deutschen Steuerzahler keinen Pfennig kosten würde – im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Lafontaine, der ja schon relativ genau von diesen möglichen Kostensummen sprach.“

Ihre Kernaussagen wurden nicht nur in einem glücklicherweise doch noch recherchierbaren Video auf der Plattform Youtube dokumentiert:

Sondern auch in einem Artikel des Deutschlandfunk der Nachwelt hinterlassen:

Auf dem Weg zur Einheit

Wesentlich ging es um die Erkenntnis der damaligen Kohl-Regierung, dass eine Enteignung nicht durch das Parlament zu bringen war und entsprechend konnten die geschätzt 600 Milliarden DM nicht dem Staatshaushalt zur eigenen Verwendung zugefügt werden. Es wurde ein perfider Plan entwickelt, der dann auch medial entsprechend der Bevölkerung „verkauft“ wurde.

Übrigens und bei der Gelegenheit; Kohl hat auch bezüglich des Euro kräftig gelogen, um die Bevölkerung auf die neue Währung einzuschwören. Gelogen ohne rot zu werden; gelogen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben:

Kohls Euro Lüge

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