Ist Ungarn nicht westlich genug?

Flüchtlinge verweigern Transport in Aufnahmelager

Im ungarischen Bicske wehren sich offenbar weiterhin viele Flüchtlinge dagegen, von der Polizei in ein Auffanglager gebracht zu werden. Sie waren in Budapest in einen Zug gestiegen – mit der Hoffnung nach Österreich zu gelangen. Die Polizei hatte den Zug nach 40 Kilometern gestoppt.

Es ist nicht ganz klar, was sich derzeit im ungarischen Bicske, 37 Kilometer westlich von Budapest abspielt. Offenbar weigern sich weiterhin mehrere hundert Flüchtlinge, sich von der Polizei in ein nahe gelegenes Auffanglager bringen zu lassen. Ungarische Nachrichtenportale berichten, dass viele die ihnen angebotene Nahrung verweigern. Einige der Flüchtlinge sind nach Angaben von Polizisten vor Ort wohl in das Lager gebracht worden. Viele würden aber weiter in dem Zug sitzen und darauf bestehen, in den Westen reisen zu dürfen.

Tagesschau

Immerhin handelt es sich um verfolgte, von Bürgerkriegen erschöpfte Menschen, die froh sind in einem westlichen Land Aufnahme und Schutz zu erhalten…

Oder hat die Verweigerung mehr damit zu tun?

Der Werbefilm für das gelobte Asylland Germany

Der Hauptdarsteller, ein gut aussehender junger Mann mit gepflegtem Dreitagebart, erscheint bei bestem Wetter munteren Schrittes vor der Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende, er ist offenbar der Einzige, der an diesem Tag Asyl sucht, nicht einer von Hunderten oder Tausenden, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Er sagt: „Mein Name ist Abbas, ich komme aus dem Irak. In meiner Heimat kann ich nicht mehr leben. Ich würde dort verfolgt und meine Familie bedroht. Daher möchte ich in Deutschland Asyl beantragen, und ich hoffe, hier ein sicheres Leben zu führen.“

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