Böse Ungarn: Die Macht der Bilder und die Kunst der Manipulation

Ein Bild geht derzeit um die Welt und erzürnt die Seelen von regelrecht „Refugees Welcome“ trunkenen Menschen. Es zeigt eine junge Mutter mit ihrem Baby, die auf den Gleisen im ungarischen Bicske liegt, Polizeibeamte über sie in bedrohlicher Situation. Die Situation ist aber eine andere, und die sieht nur derjenige, der nicht jeden Unsinn glaubt.

Der Ehemann der jungen Mutter selbst hat sie auf die Gleise gezerrt. Der heftig sich wehrende Mann wird von der Polizei abgeführt, der Frau auf die Beine geholfen. Der Fotograf hat lediglich den „goldenen Zeitpunkt“ erwischt, um ein Bild zu schießen, mit dem sich Meinungen manipulieren lassen. Der österreichische Heinz Christian Strache (Bundesparteiobmann und Klubobmann der FPÖ im Nationalrat) hat die Lüge dankenswerterweise auf Facebook offenbart, denn es liegt ein beweisendes Video mit den tatsächlichen Ereignissen vor.

Was war passiert, augenscheinlich?

Welchem Menschen mit halbwegs Herz, Gefühl und Verstand geht bei diesem Bild nicht das Herz auf, wen erzürnt es nicht ob der augenscheinlichen Ungerechtigkeit dieses „Barbaren“ Viktor Orbán, Ministerpräsident Ungarns:

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Mit diesem „goldenen Bild“ hat der Fotograf sein Ziel erreicht, er hat die Meinung tausender Menschen manipuliert, denn die Wahrheit dahinter ist eine ganz andere. Ein beweisendes Video (selbstredend lokal gesichert) zeigt allerdings, der Ehemann selbst hat seine eigene Frau samt Baby auf die Gleise gezerrt. Helfende Polizisten führen den heftig sich wehrenden Flüchtling ab und helfen der Frau wieder auf die Beine.

Aber lassen wir zunächst die Kleine Zeitung in Österreich zu Wort kommen:

Ein Bild und seine Geschichte

Das Flüchtlingselend der Durchreisenden in Ungarn hatte plötzlich eine zusätzliche schockierende Komponente bekommen. Das Foto hatte ikonografischen Charakter, war plötzlich ein Symbol: Wie das Napalm-Kind im Vietnam-Krieg, wie die Staubfrau nach dem Anschlag von 9/11.

Auch ein Video gab es dazu, das es von der BBC abwärts in fast alle großen Medien schaffte – aber nicht in voller Länge. So konnten nur die wenigsten um die wahre Geschichte dahinter wissen; und vielleicht wollten manche auch gar nicht die wahre Geschichte dahinter kennen, weil man mit Bildern nun einmal gut manipulieren kann. Doch ob nun für den guten oder für den schlechten Zweck: Manipulation ist Manipulation. Und immer falsch.

Die Geschichte hinter dem Foto

Die Geschichte hinter dem Foto ist eine andere, als sie auf den ersten Blick vorgibt zu sein: Auf dem Video in voller Länge ist zu sehen, wie sich Polizisten um einen Mann und seine Frau scharen, die ihr Baby im Arm hält. Der Mann gestikuliert wild, die Frau weint. Dann drückt der Mann die Frau mit dem Baby im Arm auf die Schienen. Sie sucht am Hals, im Nacken ihres Mannes nach Halt. Mit der anderen Hand hält sie ihr Kind. Der Mann legt sich über seine Frau und das Kind, als ob er sie schützen wollte – doch er war derjenige, der sie auf die Gleise stieß.

Dann kommt die Polizei, schnappt sich den Mann, zerrt ihn weg von seiner Frau, Frau und Baby liegen auf den Gleisen. In diesem Moment haben Fotografen auf den Auslöser gedrückt. Und eine Geschichte erzählt. Aber nicht die ganze:

Das Video aus Bicske (unzensiert und in voller Länge)

Die Situation mit dem „zensierten“ Video zeigt auffällige Gemeinsamkeiten mit der Situation in Heidenau. Der dortige Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) hat die Situation richtig gestellt. Linksextreme haben sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert: Keine rechtsradikale Gewalt in Heidenau

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