BKA Statistik zur Ausländerkriminalität 2014

In Blogs, Foren und insbesondere sozialen Netzwerken wie Facebook wird der normale Bürger ja sehr schnell und gerne mit dem Vorwurf „Nazi, Rassist, Rechtsradikal“ beglückt, wenn er der ultralinken Meinung und dem „Refugees Welcome“ Hype ob eigener Erfahrungen nicht folgen möchte. Um diesen sinnfreien Troll-Kommentaren etwas mehr Tiefe zu geben, wird hier nun die Kriminalstatistik von 2014 zum Thema Asylbewerber veröffentlicht. Autor ist der Berliner Politikjournalist Michael Leh.

Wer dem Artikel des Autoren noch immer nicht folgen möchte, weil vielleicht das eigene Weltbild dagegen spricht, darf gerne selbst einen Blick in die offizielle Statistik der Kripo werfen. Hier heißt es:

Im Jahr 2014 wurden 2.149.504 Tatverdächtige ermittelt (2013: 2.094.118).

Bei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang um 1,5 Prozent auf 1.532.112

und bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen ein Anstieg um 14,7 Prozent auf 617.392 registriert.

Der Tatverdächtigenanteil von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit
hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 25,7 Prozent auf 28,7 Prozent erhöht.

Download der PDF Datei unter: BKA Kriminalstatistik 2014

Die Tatzahlen des BKA zur Kriminalität von Asylbewerbern im Jahr 2014
Von Michael Leh

Das Ausmaß der Kriminalität unter Asylbewerbern ist weitgehend tabuisiert. Berichte finden sich meist nur in der Lokalpresse, wodurch kein bundesweit repräsentatives Bild entsteht.

Bundespolitiker und der öffentlich-rechtliche Rundfunk meiden das Thema nahezu völlig oder spielen die Problematik herunter. Auch vorhandene Daten des Bundeskriminalamtes (BKA) sind der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Das BKA hat in seiner polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2014 auch tatverdächtige Asylbewerber gesondert erfasst. Das BKA weist darauf hin, dass die PKS nicht mit der Strafverfolgungsstatistik der Justiz (Verurteiltenstatistik) vergleichbar ist, da sich der Erfassungszeitraum verschiebt, die Erfassungsgrundsätze und -daten sich unterscheiden und der einzelne Fall im Justizbereich eine andere strafrechtliche Beurteilung erfahren kann.

Als tatverdächtig im Sinne der PKS gilt jeder, der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig ist, rechtswidrig eine (Straf-)Tat begangen zu haben. Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeitraum mehrere Fälle der gleichen Straftat festgestellt wurden, wird laut PKS in demselben Bundesland nur einmal gezählt.

Wie das BKA selbst hervorhebt, wird die Aussagekraft der PKS besonders dadurch eingeschränkt, dass der Polizei ein Teil der Straftaten gar nicht bekannt wird.

Im Jahr 2014 hat die Polizei bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 53.890 tatverdächtigen Asylbewerbern ermittelt. Ohne die ausländerspezifischen Delikte – Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrensgesetz und das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern – nennt die PKS.

38.119 tatverdächtige Asylbewerber 

Die Zahl der sich in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2014 aufhaltenden Asylbewerber (Personen, für die ein Asylverfahren anhängig ist) betrug laut Auskunft des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 226.191 Personen.

Die BKA-Auswertung führt zusätzlich in einer getrennten Rubrik die Tatverdächtigenzahl „geduldeter“ Ausländer (zum Beispiel abgelehnte Asylbewerber) auf. Von diesen wird bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 11.962 Tatverdächtigen genannt. Bei den ebenfalls gesondert aufgeführten Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen werden hierzu außerdem zusätzlich 957 Personen als tatverdächtig verzeichnet.

Auch wenn man bei den beiden letztgenannten Gruppen die Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrensgesetz und das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern abzieht, verbleiben bei den Geduldeten noch 10.097 Tatverdächtige und unter den Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen 900 tatverdächtige Personen.

Der Anteil der tatverdächtigen Asylbewerber unter den sich erlaubt in Deutschland aufhaltenden Nichtdeutschen (das sind außer ihnen in der PKS unter anderem die Stationierungsstreitkräfte und Angehörigen, Touristen/Durchreisende, Studenten/Schüler, Arbeitnehmer und Gewerbetreibende) betrug unter anderem bei

vorsätzlicher einfacher Körperverletzung 10,3 Prozent;
bei „Diebstahl ohne erschwerende Umstände“ 29,8 Prozent;
bei Betrug 19,3 Prozent;
bei Mord 8,9 Prozent
und bei „Totschlag und Tötung auf Verlangen“ 13 Prozent.

Im Folgenden werden exemplarisch Tatverdächtigenzahlen zu Asylbewerbern genannt, bezogen auf Delikte im Strafgesetzbuch (StGB) oder in der PKS zusammengefasste Gruppen von Straftaten. Diese sind in der PKS noch weiter aufgeschlüsselt.

Mit diesen Angaben sollen keineswegs Asylbewerber unter einen „Generalverdacht“ gestellt werden.

Die Öffentlichkeit hat jedoch ein berechtigtes Interesse daran, über polizeiliche Ermittlungsergebnisse und die auch durch Asylbewerber noch weiter steigende Kriminalitätsbelastung informiert zu werden.

So nennt die BKA- Auswertung zum Beispiel:
„Roheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“: 11.134 tatverdächtige Asylbewerber.
„Gewaltkriminalität“ sind 5.377 Tatverdächtige (TV).
„Mord und Totschlag“ 101 TV.

Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 599 TV.
Bei Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (§177, §178 StGB): 217 TV.
Bei Raub, räuberische Erpressung
und räuberischem Angriff auf Kraftfahrer zusammen 1247 TV.
Körperverletzung: 8994 TV.
Vorsätzliche einfache Körperverletzung: 5527 TV.

„Gefährliche und schwere Körperverletzung,
Verstümmelung weiblicher Genitalien“: 4128 TV.
„Straftaten gegen die persönliche Freiheit“: 2125 TV.
„Zwangsheirat, Nachstellung (Stalking),
Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung“: 2082 TV.

Unter „Straßenkriminalität“ sind 4.797 TV subsummiert.
Bei Wohnungseinbruchsdiebstahl: 571 TV.
Hausfriedensbruch: 1381 TV.
Landfriedensbruch: 155 TV.
Raubüberfälle in Wohnungen: 89 TV.
Räuberischer Diebstahl (§ 252 StGB): 545 TV.
„Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen“: 442 TV.
Sachbeschädigung: 1622 TV.

Diebstahl insgesamt: 18.036 TV
Diebstahl ohne erschwerende Umstände: 16.066 TV
Diebstahl unter erschwerenden Umständen (§§ 243-244a StGB): 4.594 TV
Diebstahl insgesamt an/aus KfZ: 741 TV
Schwerer Diebstahl an/aus KfZ: 464 TV
Rauschgiftkriminalität: 3262 TV
Ladendiebstahl insgesamt: 13.894 TV
Schwerer Ladendiebstahl: 2104 TV
Besonders schwerer Ladendiebstahl: 1451 TV
Diebstahl insgesamt aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen,
Selbstbedienungsläden, Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen: 14.217 TV
Betrug (§ 263 bis § 265b StGB): 10.418 TV.

Widerstand gegen die Staatsgewalt
und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung:  2199 TV.

Das Bundesinnenministerium rechnet damit, dass 2015 bis zu 800 000 Asylbewerber bzw. Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, das ist etwa die vierfache Zahl des Vorjahres.

Der Autor Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) am 29.8.2015

Schreibe einen Kommentar