Nicht wirklich hilfreich: Muslime und Nichtgläubige

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, hat in einem Interview mit der Welt-Online seine Thesen vorgestellt. Vorstellungen und Ideen hat er viele im Kopf, die er mit seinem Interview Partner ausgetauscht hat. Nur der wohl wichtigste Satz in seinen Ausführungen blieb unkommentiert:

Für die Flüchtlinge sei es besonders wichtig, schnell zu lernen, „wie man eine Fahrkarte zieht, Kinder in der Schule angemeldet werden, aber auch, was ein Rechtsstaat mit Religionsfreiheit ist, und dass der respektvolle Umgang mit der großen Gruppe der Nichtgläubigen eine völlige Selbstverständlichkeit ist„.

Mit anderen Worten; Nichtmuslime sind Nichtgläubige!

Angesichts der gut 100 verschiedenen Religionen im Land ist das schlicht eine Frechheit, die in ihrer Schärfe noch zunimmt mit der Selbstverständlichkeit der Worte, mit der sie ausgesprochen wurden.

Eigentlich ist das gesamte Interview eine Farce, gewürzt mit Widersprüchen, die  Mazyeks Interview Partnern wohl überhaupt nicht aufgefallen sind. Falls doch, haben sie sich direkt gutmenschlich geduckt und den Übermenschen halt kritiklos reden lassen.

Einerseits kritisiert Mazyek Bundesinnenminister de Maizière, der die Integration arabischer Muslime für bedeutend schwieriger hält als seinerzeit türkische Muslime. Der höhere Bildungsgrad, vor allem unter den Syrern, würde die Integration erleichtern.

Andererseits merkt er an, Flüchtlinge müssen sehr schnell lernen wie man in Deutschland eine Fahrkarte zieht, Kinder in der Schule anmeldet, die Regen des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats anzuerkennen sind, und dass „Nichtgläubige“ mit demselben Respekt zu behandeln sind wie Muslime.

Tut mir leid; für einen gebildeten Menschen sollten fundamentale Dinge eine Selbstverständlichkeit sein, für die keinerlei arabisch sprechende Integrationslotsen notwendig sind!

Mazyeks Plan ist aber ein anderer, den er immer wieder geschickt in Nebensätze einfügt. Er wünscht sich schon seit langer Zeit staatliche also steuergeldliche Unterstützung und eine Gleichstellung des Islam mit den Hauptreligionen des Abendlandes. So kommt ihm die derzeitige Flüchtlingskrise sehr gut entgegen, um seine eigenen Vorstellungen besser realisieren zu können.

Gut, Herr  Mazyek, Vorschlag zu Güte; wie wäre es in diesem Fall mit einer Moscheesteuer analog zur Kirchensteuer, um ihre Wünsche zu finanzieren? Direkt eingezogen vom Einkommen gläubiger Muslime?

Muslime zahlen nämlich keine Art von Gläubigensteuer.
Ein Umstand, der von den führenden Islam Vertretern gern verschwiegen wird.

Für die Hauptreligionen des Abendlandes bedeutet die Kirchensteuer nämlich:

Die Kirchensteuer ist die größte Einkommensquelle der Kirche.Damit werden rund 80 Prozent aller Kosten gedeckt. Daneben erhält die Kirche in geringerem Umfang Spenden sowie Gelder aus Stiftungen und Kollekten. Auch Erträge aus dem Kirchenvermögen, aus Mieten und Pachten fließen in den Finanztopf der Bistümer. Sie machen aber nur einen kleinen Teil aus, da das Vermögen der Kirche vor allem aus Kirchengebäuden, Pfarrhäusern und Gemeindezentren besteht, die eher Unterhalt kosten als Erträge erbringen. Neben der Kirchensteuer erhält die Kirche weitere staatliche Leistungen. Unter anderem so genannte Dotationen – Entschädigungszahlungen für die flächendeckende Enteignung der Kirche im 19. Jahrhundert. Der Staat unterstützt die Kirche zudem als Träger sozialer Einrichtungen. Das Geld geht direkt an Kindertagesstätten, Obdachlosenheime oder Hospize. Da sie gemeinnützig arbeitet, erhält die Kirche außerdem steuerliche Vergünstigungen.

Ist es bis dato nicht so, dass muslimische Verbände zwar eigene Einrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser und andere Versorgungsleistungen zwar einfordern, bislang aber keine konkreten Vorschläge eingereicht haben wie diese zu finanzieren sind? Ist es bis dato nicht so, dass die Finanzierung schlicht vom Steuerzahler erwartet wird?

Und übrigens; darauf legen Christen wert!
Christen sind ebenso Gläubige wie es gläubige Muslime sind.
Mag ja sein, dass es in die Köpfe der gefühlten Herrenmenschen nicht hinein passt. Dennoch war, ist und bleibt es Fakt. Es gibt weiß Gott mehr Religionen auf dieser Welt als einzig den Islam. Wahr dagegen ist, es gibt für Gläubige einen einzigen Gott. Ob der nun Gott heißt, Allah, Jehova, Elohim, Adonai oder sonstwie, ist Auslegungssache der Religion.

Quellen hierzu:

Deutsche Muslime als Integrationslotsen
Arabisch geprägter Islam wird künftig sichtbarer
Skepsis hier lebender Muslime vor Fremden
IslamIQ – Was tun für Muslime?
Rechtsstaat mit Religionsfreiheit
Der weite Weg zur rechtlichen Anerkennung

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