Asylunterkunft darf direkt gegenüber einem ungeschützten Altenheim gebaut werden

In Düsseldorf hat das Verwaltungsgericht am 09. September entschieden, dass die umstrittene Asylunterkunft direkt gegenüber des Altenheims an der Blanckertzstraße im Stadtteil Ludenberg gebaut werden darf. Die Anwohner fürchten um die Sicherheit der an Demenz erkrankten Menschen, da das Heim aus finanziellen Gründen ab den Nachmittagsstunden nicht einmal mehr einen Pförtnerdienst betreiben kann. Das Verwaltungsgericht betrachtet die Unterbringung von Flüchtlingen dort als alternativlos. Der Schutz der Heimbewohner sei als geringer einzustufen.

Gut!

Die Zeit der vornehmen Zurückhaltung, der ständigen seitenlangen Schreiberei bei Schnitzel und Brot am Wohnzimmertisch ist vorbei. Handeln und aktiver Protest ist angesagt und genau dazu wird jetzt aufgerufen. Nicht mit Gewalt, demokratisch und ohne Provokation, aber mit Konsequenz und Rückgrat!

blue-News berichtet heute darüber:

Düsseldorf: Eine im Stadtteil Ludenberg unmittelbar gegenüber eines Altenheimes geplante Asylbewerberunterkunft darf weitergebaut werden. Eine Klage von Anwohnern wurde vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen. Ob die Senioren wenigstens auf Maßnahmen zu ihrer Sicherheit hoffen können, ist noch immer nicht geklärt.

Keine andere Unterkunft für Asylbewerber ist in Düsseldorf so umstritten wie die geplante Container-Anlage an der Blanckertzstraße im Stadtteil Ludenberg. Grund dafür ist das Seniorenheim, das sich unmittelbar gegenüber des geplanten Standortes befindet. Da das Altenheim nach 17 Uhr keinen Pförtnerdienst mehr hat und dann von jedem betreten werden kann, haben Heimbewohner Angst davor, dass in der Asylbewerberunterkunft alleinreisende junge Männer untergebracht werden. Auch liegt die Abteilung für die demenzkranken Senioren nur wenige Meter von der geplanten Asylunterkunft entfernt. Mehrere Nachfragen von blu-News bei der Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch (Grüne) brachten in den letzten Monaten aber nur hervor, dass bislang kein Sicherheitsdienst zum Schutz der Altenheimbewohner vorgesehen ist.

Wie bereits berichtet, führte die Empörung der Anwohner dazu, dass drei von ihnen Spenden gesammelt hatten, um eine Klage gegen die Befreiung vom Bebauungsplan finanzieren zu können. Aber obwohl das Düsseldorfer Verwaltungsgericht noch gar nicht über die Klage entschieden hatte, begann die Stadt bereits Anfang August mit den Bauarbeiten, was für die Bewohner des Seniorenheims mit Ruhestörungen verbunden war. Am 9. September wurde die Klage vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen, nicht ohne den Zusatz, dass die Kläger die Kosten des Verfahrens zu tragen haben. Da sich unter dem Eindruck der inzwischen massenhaft nach Düsseldorf strömenden Migranten ohnehin niemand mehr vorstellen konnte, dass die Richter den bereits begonnenen Bau einer Unterkunft für Asylbewerber stoppen würden, waren die Anwohner in Ludenberg jedoch darauf vorbereitet.

Entsetzen und Fassungslosigkeit aber löste ein Satz aus, der auf Seite 5 der blu-News vorliegenden Urteilsbegründung zu lesen war: „Je empfindlicher und schutzwürdiger die Stellung desjenigen ist, dem die Rücksichtnahme im gegebenen Zusammenhang zugute kommt, umso mehr kann er an Rücksichtnahme verlangen. Je verständlicher und unabweisbarer die mit dem Vorhaben verfolgten Interessen sind, umso weniger braucht derjenige, der das Vorhaben verwirklichen will, Rücksicht zu nehmen.” Von den fassungslosen Anwohnern wurde dieser Satz so verstanden, dass Altenheimbewohner und andere Nachbarn zwar grundsätzlich als schutzwürdig angesehen werden, die Unterbringung von Asylbewerbern aber als „unabweisbar” eingestuft und als pauschale Rechtfertigung für damit verbundene Rücksichtslosigkeit akzeptiert wurde. Auch waren die Container-Unterkünfte gegenüber des Altenheims Mitte dieser Woche bereits erstellt. Jetzt befürchten die Anwohner, dass die Anlage bereits im Oktober von den ersten Asylbewerbern bezogen wird.

Anmerkung der Redaktion

Meine Mitbürger dürfen mir jetzt gerne beweisen, dass sie über das plakative Echauffieren bei Schnitzel und Brot am Wohnzimmertisch hinaus bereit sind, für den Schutz der eigenen Bevölkerung auf die Straße zu gehen. Sie dürfen mir beweisen, dass sie nicht zur Olé Party Fraktion gehören, die sich lieber von Mickie Krause und Wendler schunkelnd durch die Gutelauneallesistschönwohlfühlwelt besingen lassen.

Interessierte können sich gerne melden unter: Redaktion

Ein wichtiger Hinweis noch!
Echte Nazis und „dumpfe Parolen Gröler“ dürfen gerne unter sich bleiben!
Es geht hier einzig und allein um demokratischen, zivilisierten Protest!
Ich werde mich nicht auf das Niveau einer Hafenkneipe ziehen lassen!

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