Berlin: Hauptstadt der Sex-Täter

In der Hauptstadt gebe es keine sexuellen Übergriffe aus Gruppen, behaupten Politiker an der Spree – auch wenn sie es schon vor den Silvester-Exzessen von Köln und anderswo besser wussten: Berlins Parallelgesellschaften melden sich erneut mit einem erniedrigenden Gruß – nicht erst zum neuen Jahr.

Gastbeitrag: Preussische-Allgemeine-Zeitung

Vorher verabredete massive Sexualstraftaten mutmaßlich nordafrikanischer Männer zur Silvesternacht schockieren Deutschland. Köln, Hamburg, Stuttgart und andere Städte hatten fürchterliche Szenen erlebt. Doch in Berlin sei alles ruhig geblieben, sagt der Senat.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagt: „Wer Frauen erniedrigt, kann kein Teil unserer Gesellschaft sein.“ Dass die mutmaßlichen Täter gar nicht Teil dieser Gesellschaft sein wollen, und nach derzeitiger Politik auch kaum zu werden brauchen, klammert Henkel aus, wiegelt ab. Heinz Buschkowsky (SPD), einstiger Bezirksbürgermeister im Brennpunkt Neukölln und in dieser Position als Kritiker der Multikulti-Romantik bekannt geworden, spricht den Taten eine neue Größenordnung ab, berichtet aber von seinen Erfahrungen mit „Menschen, die aus einem gnadenlosen Patriarchat kommen“.

Berlin ist statistisch seit zwei Jahren der Brennpunkt sexueller Übergriffe: 20 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen kamen 2014 auf 100000 Einwohner – damit liegt die Stadt bundesweit vorn. Und die Berliner Polizei bestätigte auch für die Silvesternacht Attacken wie in Köln. Sie werden den Beamten nach und nach angezeigt. Allein in der Menge der Berichte traumatisierter Frauen liegt der Unterschied.

So gingen bis Redaktionsschluss sechs Anzeigen gegen Sex-Täter ein. Drei Vorfälle ereigneten sich demzufolge auf Berlins Silvestermeile nach ähnlichem Muster wie in Köln: Die Frauen berichten von massiver sexueller Belästigung.

Die Polizei verhaftete zwei Verdächtige, die je eine Besucherin attackiert haben sollen. Ein 17-jähriger Pakistaner und ein 20-jähriger Iraker stehen unter Tatverdacht – beide sind in Flüchtlingsheimen untergebracht. Der Iraker soll eine Frau ins Gesicht geschlagen haben, weil sie sich den Angriff verbat.

In einem von den Beamten am Dienstag nach Silvester protokollierten Fall schildert eine Frau Übergriffe aus einer Gruppe von mehreren Männern. Dabei konnte der Täter problemlos aus der Masse handeln und später im Fest untertauchen. Die Polizei nahm drei weitere Anzeigen außerhalb der Feiermeile auf – letztere Vorfälle hätten sich unabhängig voneinander ereignet. Eine Touristin berichtet, in einer Grünanlage von drei bis fünf Männern bedrängt worden zu sein. Unter all den Tatverdächtigen erschien bisher ein deutscher Staatsbürger.

Auf der Internetseite „berlin.ihollaback.org“ schildern Frauen die Taten – Thema ist dort immer wieder indirekt die fremde Herkunft der Täter: Nur mit klarem „Nein“ auf Englisch hofften Frauen, den Angreifern Einhalt gebieten zu können.

Im politisch korrekten Umfeld, besonders der Politik selbst, gehen die Warnsignale indes unter. Vergessen die Einblicke der Jugendrichterin Kirsten Heisig in das verächtliche Frauenbild arabischer und türkischer junger Intensivtäter in ihrem Buch „Das Ende der Geduld“. Vergessen die zunehmende Gewalt an Berlins Schulen, sexuelle Beleidigungen insbesondere gegen Lehrerinnen, die oft folgenlos bleiben.

Henkels Reaktionen zeigen beispielhaft, wie die Politik sich vor den Folgen eigener Entscheidungen wegduckt. Mit der wachsenden Zahl der Misshandelten wird das schwieriger. Auf Berlins Silvestermeile gab es schon 2014/15 Übergriffe nach dem jetzt bundesweit bekannten Muster. Damals aber schwieg die Politik. Sie bemäntelte die arabisch-islamische Herkunft der meist jungen männlichen Täter und klammerte deren Frauenbild aus.

In Berlin ist es schon deshalb nicht besser, weil Frauen sich nach Übergriffen, auch brutalen, wenig erhoffen können. Die Aufklärungsquote ist gering, die allgemeine Abstumpfung verbreitet. Weder die polizeiliche Kriminalstatistik noch der Berliner Kriminalitätsatlas erfassen Beleidigungen mit sexuellem Hintergrund, obwohl es Straftaten sind. Sexualdelikte in öffentlichen Verkehrsmitteln haben schon 2014 um 11,1 Prozent zugenommen. Zwar sind laut Statistik rund 60 Prozent der mutmaßlichen Täter Inhaber deutscher Pässe, doch bestätigt die Zahl nur, was Berlins offizielle Statistiken seit Jahren belegen: Dass muslimisch geprägte Ausländergruppen überverhältnismäßig stark als Tatverdächtige auftreten.

Die Belege dafür sind zahlreich, doch Politiker blenden die kulturell bedingte Erniedrigung selbst bei Erkennen reflexhaft aus. Im Oktober räumte Buschkowskys Nachfolgerin, Franziska Giffey (SPD), ein: „Im (berüchtigten) Rollberg-Viertel gibt es das geflügelte Wort: Hier sucht sich kein Mädchen seinen Mann alleine aus.“ – Muslime und deren Frauenbild seien indes dafür nicht ausschlaggebend. Die Fraktionschefin der Berliner Landes-Grünen, Ramona Pop, sagte mit Blick auf Köln: „Wir dürfen nicht darüber hinwegsehen, dass es Hinweise auf einen Migrationshintergrund der Täter gibt.“ Trotzdem würde das Thema vor allem missbraucht, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Vom Berliner Touristenmagnet RAW-Gelände ist das in Medien weiter verharmlosend als „Antanzen“ beschriebene sexuelle Nötigen und Ausrauben von Nachtschwärmerinnen eine lange bekannte Tatsache – doch auch hier stellte bislang kaum ein Politiker unbequeme Fragen zum Hintergrund.

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