Update: Mindestens 2 Tote nach Messerstecherei am Bahnhof in Iserlohn

Es macht langsam Sinn eine Übersicht für Vorfälle an Bahnhöfen zu erstellen. Kurze Zeit nach den Vorfällen in Frankfurt und Voerde wurden mindestens 2 Menschen bei einer Messerstecherei am Bahnhof in Iserlohn getötet. Wieder gab es zahlreiche Zeugen, die derzeit betreut werden. Der Bahnhofsbereich ist derzeit noch weiträumig gesperrt. Bei dem Tatverdächtigen handelt es um den 43-jährigen Ehemann. Er stammt laut RP-Online aus dem Kosovo.

Die IKZ Online berichtete als erstes Medium ausführlicher von den Morden, die am heutigen Samstag, 17. August 2019 am Bahnhof in Iserlohn passiert sind. Getroffen hat es eine 32-jährige Frau und einen 23-jähriger Mann, beide aus Bergisch-Gladbach, beide sind tot.

Aussagen eines Augenzeugen

  • Der blutüberströmte Mann lief in meine Richtung. Nach ein paar Metern hat der Mann mit dem Messer ihn eingeholt und stach weiter auf ihn ein. Ich hab sowas noch nie gesehen. Er lag dann einfach regungslos da… ich kann das gar nicht glauben, dass so etwas schreckliches gerade wirklich passiert ist. Ich bin fassungslos…

Bahnhof Iserlohn Zwei Tote bei Messerangriff

In der Iserlohner Innenstadt hat es am Samstag eine Messerstecherei mit tödlichem Ausgang gegeben. Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Eine Bluttat am Iserlohner Stadtbahnhof hat zwei Opfer gefordert: Eine 32-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann, beide aus Bergisch-Gladbach, sind tot. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Der Täter, ein 43-Jähriger, kommt ebenfalls aus Bergisch-Gladbach, teilte die Polizei am Abend mit. Er soll gegen 14.20 Uhr mit einem Messer auf seine Opfer losgegangen sein. Der Mann ließ sich demnach am Tatort widerstandslos festnehmen. Polizeisprecher Marcel Dilling betonte, dass von einem Einzeltäter ausgegangen werde: „Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.“

Während die Frau offenbar im Parkhaus starb, lag die Leiche des männlichen Opfers auf dem Bahnsteig von Gleis 2 nahe der dortigen Fahrradboxen – Fahrgäste aus einem ankommenden Zug wurden von Beamten vom Tatort eskortiert. Die Tat ereignete sich am helllichten Tag vor zahlreichen Zeugen, darunter eine Hochzeitsgesellschaft, die aus der Obersten Stadtkirche kam und ihre Wagen aus dem Parkhaus holen wollte.

Fast zwei Dutzend traumatisierte Augenzeugen

In den Räumen der Volkshochschule im Bahnhofsgebäude richteten Rettungskräfte eine Notfallseelsorge ein, um rund 20 traumatisierte Augenzeugen zu betreuen. Die Polizei bittet weitere Zeugen aus der Innenstadt, sich zu melden, das Angebot der psychologischen Betreuung bleibe bestehen, sagte Dilling. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort übernommen, der Zugverkehr in Richtung Dortmund ist davon nicht betroffen, der Betrieb an Gleis 1 geht weiter.

Zeugen vor Ort schätzten den mutmaßlichen Täter auf etwa 40 bis 50 Jahre. Passanten hätten den Mann umringt, unternahmen wegen des Messers aber wohl keinen Versuch, ihn zu überwältigen. Ein Busfahrer und mehrere Taxifahrer warnten Unbeteiligte am Zentralen Omnibusbahnhof neben den Gleisen mit einem Hupkonzert, auch die Schreie von Passanten waren weithin hörbar.

Täter soll nach Attacke auf die Polizei gewartet haben

Nach der Tat soll sich der Täter auf den Boden gesetzt und auf die Polizei gewartet haben. Einige Zeugen berichten, er habe mit seinem Handy telefoniert. Unter den Passanten befand sich demnach ein Notarzt in zivil, der Erste Hilfe leistete, für die Opfer jedoch nichts mehr tun konnte. Die Leiche des Mannes und eine größere Blutlache waren von der Alexanderstraße zu sehen. Auch den mutmaßlichen Täter beschrieben mehrere Zeugen als blutüberströmt und möglicherweise verletzt, was die Polizei bislang nicht bestätigt hat.

Am Abend teilte die Polizei mit, die Spurensicherung sei beendet. Die gesperrten Bereiche am Bahnhof würden wieder freigegeben. Die Ermittlungen dauerten an.

Schreibe einen Kommentar