Corona Epidemie: Wohlfeile politische Worte, aber wenig mit Substanz, Fachwissen und Verstand

So sehen Sie das also, „werter“ Herr Spahn!
Als Bundesgesundheitsminister beschränken Sie sich also darauf, wohl klingende Worte vor den Kameras und Mikrofonen der üblichen Medien zu sagen, die Sie gebildet, gelassen und als Herr der Lage erscheinen lassen. Sie erklären mal eben, Nordrhein-Westfalen sei nun auch Risikogebiet, das es zu meiden gilt. Die Situation in den Geschäften, Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken und unter den Bürgern scheint Ihnen ja sehr weit vorbei zu gehen. Welche Worthülsen ohne Substanz und nötigem Fachwissen Ihnen entschlüpfen, merken diejenigen, die medizinisch und/oder pflegerisch gebildet sind. Aber was redet man; schaut man sich die politische Fachkompetenz in den Länderministerien an, befinden Sie sich ja in bester Gesellschaft!

DAS dann, obwohl die WHO bereits vor der rasanten Mutation des Covid-19 Virus warnt und deutlich vor einer Eskalation der weltweiten Situation warnt:

Coronavirus schon mutiert: WHO warnt vor Eskalation

Zwei Namen und Personen, die leuchtendes Beispiel für das medizinisch/pflegerische Unvermögen in der deutschen Politik sind. Sie besitzen keinerlei medizinisches oder pflegerisches Fachwissen, fallen dennoch aber mit weitgehend sinnfreien Worthülsen regelmäßig auf. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine relativ kurze Bankerkarriere hinter sich, bevor er in die große Politik wechselte. Zudem studierte er Politikwissenschaften. Die Berliner Senatorin Dilek Kalayci, in der Bundeshauptstadt zuständig für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung,  steht ihm in nichts nach.

Aktuell erklärt Jens Spahn gerade, das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen gehöre zu den Regionen, die es zu meiden gilt ob der sprunghaft steigenden Zahl infizierter und verdächtiger Menschen.

Die Redaktion hat es sich nicht einfach gemacht. Wir sind raus, an die Front sozusagen, und haben mit Bürgern, Geschäftsleuten, Ärzten und Krankenhausvertretern persönlich gesprochen. Die Namen der Erzählenden werden hier nicht exhibitioniert, ihre Erzählungen aber ganz sicher!

Die Situation in Arztpraxen und Krankenhäusern ist bedrohlich

Eine Ärztin aus einer großen Gemeinschaftspraxis im Ruhrgebiet erklärt, man habe glücklicherweise früh genug reagiert und ausreichend Schmutzmaterial für Ärzte und Mitarbeiter eingelagert. Dennoch sei die Situation schwierig. Es scheint, als würde die Hauptlast von Gesundheitsämtern, Behörden und öffentlichen Einrichtungen auf die Hausärzte abgeschoben.

In einer größeren Fachklinik im Kernruhrgbiet sind neben den sowieso üblichen und verfügbaren Desinfektionsmittelspendern Sondertische zu finden, auf denen selbst erstellte Papptafeln mit einem deutlichen STOPP und der Bitte um gründliche Händedesinfektion in entsprechend lesbarer Schriftgröße mit roter Farbe zu finden ist. An den Anmeldungen der Fachabteilungen werden Patienten zunächst gefragt, ob sie derzeit erkältet sind und in den letzten Tagen Gliederschmerzen hatten.

Die Situation in den Warteräumen von Krankenhäusern und Arztpraxen ist gespannt. Hustet oder niest jemand, wird er direkt mit ängstlichen oder gar vorwurfsvollen Blicken bedacht. Vereinzelt sogar angesprochen mit der Aufforderung, den Raum bitte zu verlassen, um andere Menschen nicht unnötig anzustecken.

Mehr und mehr werden Diebstähle bekannt in verschiedenen Krankenhäusern in NRW. Ganze Lager mit Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken werden gestohlen. Bei Online-Versendern wie Amazon oder eBay mehren sich die Angebote mit Wucherpreisen von bis zu 400 Euro für simple Masken aus Vliesstoff und Händedesinfektionsmitteln. In Apotheken und Drogerieketten wie DM oder Rossmann sind Hygieneartikel kaum noch oder nicht mehr verfügbar oder lieferbar.

Lebensmittelgeschäfte sind regelrecht leer gefegt

Insbesondere Filialen der Unternehmen Aldi, Lidl, Netto und Penny sind regelrecht leer gefegt. Trinkbares jeglicher Form, abgepacktes Gebäck, Brot, Mehl, Zucker, Kartoffeln, Zwiebeln, Fertiggerichte in Dosen, Fischkonserven, Tiefkühlware, Pflanzenöle, Joghurts, abgepackte Wurst, Käse und andere konservierte Lebensmittel, Toilettenpapier, sogenanntes Küchenrollepapier usw. sind nicht mehr verfügbar. Wer an und für sich nicht dem Hamsterwahn verfallen wollte, steht derzeit vor leeren Regalen. Einzelne Mitarbeiter der Betriebe erklären, Nachschub würde schon noch angeliefert. Potentielle Kunden würden allerdings in und vor den Geschäften regelrecht darauf warten, dass die Waren verräumt sind, um sie dann innerhalb weniger Stunden abzukaufen.

Die Menschen haben Angst; ausreichende Informationen sind kaum verfügbar

Das ist deutlich zu spüren; die Menschen haben Angst. Insbesondere die, die über keinerlei medizinisches oder pflegerisches Wissen verfügen, weil es kaum „beruhigende“ Informationen von amtlicher Seite gibt. Es scheint, als seien die politischen Verantwortungsträger irgendwo im Nirgendwo verschwunden sind.

Die Auswirkungen des in China zuerst ausgebrochenen Corona Virus waren frühzeitig zu spüren. Dennoch prallten uninformierte Bürger ungebremst in Karnevalsveranstaltungen, Musikveranstaltungen, Fußballspiele und andere Veranstaltungen hinein, anstatt frühzeitig auf Bundesebene Stopps auszurufen. DAS war, ist und bleibt unverantwortlich!

Update: 07. März 2020, 1845 Uhr

Widerlicher geht kaum noch. Die Ruhrgebietsstadt Herne ist derzeit dabei, ein Coronavirus-Diagnosezentrum einzurichten und verfügbar zu machen. Mindestens zwei Medien, namentlich derzeit die IKZ und WAZ, informieren aktuell darüber; allerdings mit einer Bezahlschranke. Es geht offenbar wesentlich um die Generierung neuer bzw. weiterer Einnahmen. Respekt! Daran zeigt sich, welch Geistes Kind in so manchem Kopfe vor sich hin tobt!

Unser Beitrag

Die Redaktion wollte sich eigentlich raushalten und das „bunte Treiben“ nur still beobachten. Wir haben uns aber entschlossen, einen Sonderbereich zur Verfügung zu stellen mit sinnvollen Informationen zum Umgang mit der Covid-19 Epidemie. Dort werden dann aktuelle Berichte und Informationen zentral zur Verfügung gestellt unter:

Nur um es gesagt zu haben; die Informationen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt!

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