Das Interview: Chronologie einer Vergewaltigung und die Folgen

Darf man mit einem Vergewaltigungsopfer öffentlich reden? Man darf nicht nur, man muss sogar, wenn der Rechtsstaat versagt und dem Opfer auf subtile Weise die Täterrolle vermittelt wird, und es die Tat bei jedem Verhör immer wieder neu durchleben muss. Insbesondere dann, wenn die betroffene Frau das auch ausdrücklich wünscht, weil sie anderen Betroffenen damit helfen will.

Die Täter im hier geschilderten Fall, ich greife vorweg, wurden mit lächerlich geringen Bewährungsstrafen noch regelrecht belohnt, obwohl sie das Opfer nicht nur sexuell missbraucht, sondern auch fast noch umgebracht hätten. Nach einer regelrechten Vergewaltigungsorgie stachen sie mit einem Messer mehrfach auf sie ein. Wie sich im Verlauf der Ermittlungen seinerzeit herausstellte, wohnten die Täter im direkten Umfeld. Die Frau überlebte den Mordversuch, lebt aber bis zum heutigen Tag und nach mehr als 12 Jahren danach noch mehr schlecht als recht mit den seelischen Wunden. Abgehandelt von einer flachen Justiz und emotional allein gelassen.

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